Wetterstationen


Das Barometer ist ein Instrument zum Wiegen der Luft.


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Man unterscheidet Quecksilber-, Metall- und das Decimal-Barometer.

Das Quecksilberbarometer (1643 von Torricelli erfunden) besteht aus einer, am oberen Ende verschlossenen, luftleeren Glasröhre von etwa 80 cm Länge, die mit ihrem unteren offenen Ende in ein mit Quecksilber gefülltes Gefäß mündet. In Folge des Vakuums steigt das Quecksilber in dem Rohr etwa 76 cm hoch. Das Steigen oder Fallen der Quecksilbersäule zeigt die Veränderungen des Luftdrucks an, der von einer in Millimeter geteilten Skala ablesbar ist.

Das Metallbarometer hat als wesentlichen Bestandteil eine fast luftleere flache Metalldose mit elastischen Böden. Diese werden durch eine Spannfeder auseinander und in der Schwebe gehalten. Zunehmender Luftdruck presst die Böden nach innen, bei abnehmendem Luftdruck zieht die Spannfeder die Böden auseinander. Die so entstehende Bewegung von etwa 0,5 mm Hub wird durch ein Hebelwerk vergrößert und auf einer Skala mittels Zeiger sichtbar gemacht. Zunehmender Luftdruck (Hoch) bewegt den Zeiger nach rechts, das Barometer „steigt“, abnehmender Luftdruck (Tief) lässt den Zeiger nach links ausschlagen, das Barometer „fällt“.


BarometerDer Luftdruck

Die Erde ist von einem Luftmeer umgeben. Das Gewicht der Luft unterliegt ständigem Wechsel. Kalte und trockene Luft ist schwerer, als warme und feuchte.

Temperatur und Wassergehalt beeinflussen das Gewicht der Luft. Umgekehrt kann man vom Gewicht der Luft auf Temperatur und Wassergehalt schließen. Das ist die Aufgabe des Barometers.

Das Thermometer zeigt nur die augenblickliche Temperatur, das Hygrometer nur den augenblicklichen Wassergehalt. Vom Barometer kann man die kommende Luftbeschaffenheit ablesen, also die Entwicklung der Witterungsverhältnisse voraussehen.
Die jeweils der Sonne zugekehrten Luftmassen werden von ihr erwärmt. Sie dehnen sich aus, drücken gegen die kälteren Luftmassen und schieben sich auf diese hinauf. Die kalten Schichten wiederum drängen sich unter die wärmeren. So entstehen Luftströmungen (Winde) und durch Temperaturwechsel Wasserausscheidung (Niederschläge). Bei diesem ewigen Kampf der Luftmassen bilden sich Wellenbewegungen, ähnlich wie bei strömendem Wasser, also Luftwogen oder Luftberge und Lufttäler oder trichterförmige Wirbel. Einen Luftberg nennt der Meteorologe „Hoch“, ein Lufttal „Tief“. Das Gewicht der Luft oder der „Luftdruck“ unter einem „Hoch“ ist größer als unter einem „Tief“.

Das Barometer reagiert auf jede Luftdruckveränderung. Im Quecksilberbarometer „steigt“ oder „fällt“ die Quecksilbersäule. Diese Ausdrücke hat man auf das Metallbarometer (Aneroid) übertragen. Auch bei diesem sagt man, es steigt und fällt. Nähert sich ein „Hoch“, so wird die Luft schwerer, das Barometer steigt. Rückt ein „Tief“ heran, wird die Luft leichter, das Barometer fällt. An der aufgezeichneten Kurve eines Registrierbarometers kann man genau erkennen, wie Luftberge und Lufttäler über dem Standort des Beobachters hinwegziehen. Bei „Hoch“-Druck ist das Wetter meist schön, bei „Tief“-Druck meist regnerisch und stürmisch, in den Übergangsgebieten veränderlich.


HygrometerDie Luftfeuchtigkeit, gemessen mit dem Hygrometer

Gesundheit und Wohlbefinden im Wohn- und Arbeitsbereich hängen in hohem Maße von der richtigen Luftfeuchte ab. Feuchte Luft ist eine Mischung von Wasserdampf mit trockener Luft.

Für den Zustand der feuchten Luft gibt es mehrere physikalische Größen. Die allgemein bekanntesten Begriffe sind die relative und die absolute Feuchte.
Die relative Feuchte ist das Verhältnis zwischen vorhandener und maximaler Wasserdampfsättigung, gemessen in Prozenten, bei derselben Temperatur.
Die absolute Feuchte ist die maximale Wasserdampfmenge, gemessen in Gramm, die 1 m3 Luft bei entsprechender Temperatur aufnehmen kann.

Warme Luft kann mehr Wasserdampf binden als kalte Luft. Die relative Luftfeuchte wird mit einem Feuchtigkeitsmesser, dem Hygrometer, gemessen. Die für den Europäer oft als „Behaglichkeitszone“ bezeichneten Werte liegen bei einer Temperatur von 18-22°C und einer relativen Luftfeuchte von 40-60%. Wir wissen, dass durch das Beheizen der Räume im Winter (und damit Erwärmen der Luft) die relative Luftfeuchte abfällt und oft nur noch Werte zwischen 15 und 30% erreicht. Es ist auch erwiesen, dass dann Erkrankungen der Atmungsorgane (wie Schnupfen), Entzündungen und Reizungen der Luftwege am häufigsten auftreten. Es gilt also, die Feuchtigkeit mit einem Hygrometer ständig zu kontrollieren.


Wetterregeln

  • Feststehender Luftdruck: Beibehaltung der herrschenden Witterung.
  • Langsam steigender Luftdruck: gutes, anhaltendes Wetter.
  • Langsam fallender Luftdruck: schlechtes anhaltendes Wetter.
  • Schnell steigender Luftdruck: schnell vorübergehende Besserung des Wetters.
  • Schnell fallender Luftdruck: schnell eintretendes schlechteres Wetter.
  • Starkes Fallen des Luftdrucks: Sturm.

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